Wie Ann-Kathrin durch Abenteuer und Kreativität ihren eigenen Weg fand
Ann Kathrin (41) blickt auf eine spannende und facettenreiche Lebensgeschichte zurück, die sie von unserer DBS über internationale Reisen bis hin zu ihrer erfolgreichen Selbstständigkeit geführt hat. Ihre Schulzeit war geprägt von einer positiven Atmosphäre, guten Erinnerungen und besonderen Momenten – wie der Abschiedsfeier in der Aula, bei der sie mit ihren Mitschüler:innen eine Party mit Laserspielen in der Turnhalle organisierte. „Alle haben mitgemacht, und es hat unglaublich viel Spaß gemacht“, erinnert sich Ann Kathrin.
Nach ihrem Realschulabschluss im Jahr 1999 zog es Ann Kathrin in die weite Welt. Besonders ihr damaliger Englischlehrer hatte sie nachhaltig inspiriert: Sein Engagement und seine Unterstützung ermutigten sie, ein Jahr in den USA zu verbringen, wo sie an einer Highschool in Illinois ihren Abschluss machte. Die Zeit in den USA eröffnete ihr viele neue Perspektiven, und sie erinnert sich, wie ihr Englischlehrer sie stets bei Fragen unterstützt und bestärkt hat.
Die Suche nach ihrem Weg
Zurück in Deutschland begann Ann Kathrin eine Ausbildung im Atlantic-Hotel in Hamburg. „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, beschreibt sie diese Zeit. Neben den Herausforderungen des Hierarchiedenken und des straffen Alltags hat sie in dieser Phase jedoch auch gelernt, mit Menschen umzugehen und sich weiterzuentwickeln. Nach ihrer Ausbildung entschied sie sich jedoch, nie wieder in einem Hotel zu arbeiten – die strikte Arbeitsumgebung war nicht ihr Ding. Stattdessen zog es sie ins Ausland.
Auf Ibiza arbeitete sie als Kellnerin, wo sie eine Freundin kennenlernte, die sie einlud, drei Monate in Argentinien zu verbringen. Diese Reise sollte ihr Leben verändern: Nach ihrem Aufenthalt in Argentinien entschloss sich Ann Kathrin, in Südamerika zu bleiben. Gemeinsam mit einer Freundin gründete sie in Bolivien ein kleines Geschäft, in dem sie handgefertigte Makramee-Armbänder herstellte und verkaufte, um weiter reisen zu können. Schritt für Schritt führte ihr Weg sie nach Kolumbien und schließlich nach Venezuela, wo sie den Vater ihres Sohnes kennenlernte.
Vom Experiment zur Erfolgsgeschichte
Nach einigen Jahren kehrte Ann Kathrin nach Deutschland zurück, wo sie sich mit ihrem Sohn ein neues Leben aufbaute. Ihre kreative Ader führte sie dazu, Schmuck zu entwerfen und zunächst auf Märkten und Festivals zu verkaufen. Ein Coaching des Jobcenters stellte für sie einen Wendepunkt dar. „Das war lebensverändernd!“, erzählt sie. Durch gezielte Beratung erkannte sie die Möglichkeit, aus ihrem kleinen Schmuckgeschäft eine Marke zu machen.
Nach ersten Erfolgen auf Etsy und Festivals wagte Ann Kathrin den nächsten Schritt: Sie begann, Kleidung für Festivals zu designen und ließ ihre Entwürfe in Indien produzieren. Obwohl sie zuvor keine Erfahrung im Textildesign hatte, entwickelte sie eine kleine Kollektion, die erfolgreich lief – sowohl auf Märkten als auch online. Doch mit dem Wachstum ihres Unternehmens wuchsen auch die Herausforderungen. Je größer ihr Geschäft wurde, desto komplizierter wurde es, alles unter einen Hut zu bringen, vor allem als Mutter.
Zurück zu den Wurzeln
Nach einigen Jahren zog es Ann Kathrin und ihren Sohn zurück nach Mexiko. Der Wunsch nach einem stabileren Lebensumfeld und einer festen Schule für ihr Kind führte sie zu dieser Entscheidung. Während sie heute weiterhin ihre kreative Arbeit fortführt, lebt sie bewusster und legt mehr Wert auf ein ausgeglichenes Leben.
Ann Kathrins Lebensgeschichte ist geprägt von Leichtsinn und Risikobereitschaft – Eigenschaften, die ihr die besten Entscheidungen ihres Lebens ermöglichten. „Am Ende wird alles gut, und es gibt immer einen Weg“, lautet ihr Lebensmotto. Trotz einiger Schwierigkeiten hat sie bewiesen, dass ein positives Mindset und der Mut, unkonventionelle Wege zu gehen, zum Erfolg führen können.
So hat sie vor einigen Monaten gemeinsam mit ihrem Sohn der Weg auch wieder in ihre Heimat Kaltenkirchen gefunden. An die Zeit an der DBS kann sie sich noch gut erinnern, genauso wie ihr Sohn Luan, der für ein halbes Jahr unsere Schule besucht hat, bevor es wieder nach Mexiko ging.
Voraussichtlich besuchen kommen die beiden im Juni wieder und Luan besucht seine alte Klasse.